
NACHRICHTEN AUS WUPPERTAL
03.09.2010
Elberfeld feiert Geburtstag
Um 17 Uhr wird das Fest zum 400. Geburtstag von Elberfeld offiziell eröffnet. Auf der Bühne am Neumarkt schneidet Oberbürgermeister Peter Jung eine fünf Quadratmeter große Geburtstagstorte an. Teile des Festprogramms laufen aber schon seit dem Vormittag. Bei e400 wird in der ganzen Innenstadt gefeiert. Es gibt mehrere Bühnen mit Live-Musik, zum Beispiel an der Ohligsmühle, dem ehemaligen Kasinokreisel und am Von-der-Heydt-Platz. Auf dem Laurentiusplatz ist Mittelalterfest, am Neumarkt ein Pflaumenfest und dazwischen gibt es noch viele andere Programmpunkte. Auf der größten Bühne an der Ohligsmühle präsentiert Radio Wuppertal morgen ab 14 Uhr eine große 80er-Jahre-Party mit Stars der Neuen Deutschen Welle.
Zur kompletten Programmübersucht
Dritter Notarzt-Standort
Auf den Wuppertaler Südhöhen soll ein dritter Standort für einen Notarzt eingerichet werden. Ohne ihn brauchen die Notärzte zu lange, bis sie bei Notfällen in Cronenberg oder Ronsdorf sind. Das geht aus einem Bericht der Feuerwehr hervor. Schon seit Juli sind Notärzte bei der Freiwilligen Feuerwehr auf Korzert stationiert. Allerdings nur provisorisch und nur tagsüber. Bis dahin gab es nur zwei Standorte in Wuppertal, an den Helios-Kliniken in Barmen und Elberfeld. Dort sind rund um die Uhr Notärzte in Bereitschaft. Das soll in Zukunft auch auf Korzert so sein, voraussichtlich bis zum Sommer nächsten Jahres. Bis dahin soll neben dem Feuerwehrhaus ein neues Gebäude für die Notärzte gebaut werden, das 330.000 Euro kostet.
Auszeichnung für Schwimmoper
Die Elberfelder Schwimmoper ist heute offiziell für ihre Behindertenfreundlichkeit ausgezeichnet worden. Der Sozialverband VdK lobt die zahlreichen Details, die bei der Sanierung berücksichtigt wurden. Die Wuppertaler Behindertenverbände hatten der Stadt bei der Planung geholfen, das Bad so barrierefrei wie möglich zu machen. Es gibt schwellenlose Automatiktüren, Behindertenduschen und -toiletten, sowie für Blinde gut tastbare Schranknummern in den Umkleiden. Der Aufzug hat eine Sprachsteuerung und bei Notfällen alarmieren Blitzleuchten die gehörlosen Gäste. Diese Baudetails machen die Schwimmoper zum behindertenfreundlichsten Bad Wuppertals.
Spitzenspiel im Stadion am Zoo
Im Stadion am Zoo treffen am Nachmittag die Fußballbundesligisten Bayer Leverkusen und Vize-Meister Schalke aufeinander. Das Freundschaftsspiel hatte WSV-Geschäftsführer Achim Weber vermittelt. Der habe gute Kontakte nach Leverkusen, heißt es vom WSV. Die beiden Bundesligisten hatten für ihr Testspiel einen neutralen Austragungsort gesucht.
Feuerwehreinsatz wegen Schüler-Scherz?
Die Feuerwehr hatte am Morgen einen unnötigen Einsatz - eventuell wegen eines Schüler-Scherzes. Die Feuerwehr war mit sechs Fahrzeugen in die Untere Lichtenplatzer Straße nach Heckinghausen ausgerückt, weil es dort nach Gas roch. Die Feuerwehr stellte dort auch tatsächlich einen schwefelartigen Geruch fest, aber wahrscheinlich kam der nur von einer Stinkbombe.
Bergischer HC hat Trainingsprobleme
Der Bergische HC hat anscheinend große Probleme, sein Training aufrecht zu erhalten. Die Zweitliga-Handballer haben keine eigene Trainingshalle und müssen deshalb ständig wechseln. Die Spieler erfahren in der Regel immer erst kurz vor Trainingsbeginn, in welcher Halle sie trainieren. Der BHC bestätigt die Probleme, will sich offiziell aber nicht dazu äußern. Der Verein muss sich in Solingen die Sporthallen mit anderen Verein teilen. Anscheinend schafft die Stadt Solingen es im Moment nicht, die Zeiten vernünftig zu koordinieren.
Bus-Fahrgäste verletzt
In der Elberfelder Innenstadt sind am Abend mehrere Fahrgäste eines Busses verletzt worden, weil der Fahrer scharf bremsen musste. Ein Taxi hatte an der Kreuzung von Hofkamp und Gathe den Bus geschnitten und ausgebremst. Im Bus fiel dabei ein Baby aus dem Kinderwagen. Eine Frau schlug so hart mit dem Kopf gegen eine Plastikscheibe, das die aus der Verankerung gerissen wurde. Der Taxifahrer flüchtete. Die Polizei sucht noch Zeugen, die den Unfall beobachtet haben.
Immer noch zu wenig Feuerwehr
In unserer Stadt gibt es immer noch zu wenig Feuerwehrleute. Wuppertal ist für Feuerleute unattraktiv, weil es keine Aufstiegschancen gibt. Wuppertal hat kein Geld, um die Feuerwehrleute besser zu bezahlen oder zu befördern. Es bleiben nur die Nachwuchskräfte, die die Feuerwehr selbst ausbildet. Das reicht aber nicht. Die Stadt hofft, dass die neue Landesregierung den Beförderungsstopp für arme Städte wie Wuppertal lockert.
Mann auf dem Werth niedergestochen
In Barmen ist am Nachmittag ein Mann in der Fußgängerzone niedergestochen worden. Auf dem Werth waren mehrere Menschen in Streit geraten. Dann stach anscheinend ein 29-Jähriger mehrfach auf den Mann ein. Er musste ins Krankenhaus gebracht werden und notoperiert werden. Der 29-Jährige wurde festgenommen.
Familienkarte soll Rabatte bringen
Eine Familienkarte soll Wuppertal familienfreundlicher machen. Mit der Karte soll es Familien möglich sein, bestimmte Angebote günstiger zu nutzen. Der Sozialausschuss ist einstimmig dafür, so eine Familienkarte einzuführen. Allerdings sollen der Stadt dadurch keine Kosten entstehen. Deshalb werden jetzt Unternehmen und Institutionen gesucht, die freiwillig einen Rabatt auf ihre Angebote gewähren. In anderen Städten gibt es mit ähnlichen Karten zum Beispiel Vergünstigungen für Bücher, beim Besuch von Fußballspielen oder im Zoo.